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Jugendwerkstatt

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Ziel

Jugendwerkstätten bieten benachteiligten Jugendlichen mit besonderem Förderbedarf in verschiedenen Arbeitsfeldern Arbeits- und Qualifizierungsmöglichkeiten. Ziel dieser Angebote ist die Integration in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt.

Zugangsverfahren

Die Jugendlichen werden zunächst der zuständigen berufsbildenden Schule gemeldet. 
Die berufsbildende Schule ist für die Zuweisung der Jugendlichen in eine Jugendwerkstatt verantwortlich. Dazu ist es notwendig, so früh wie möglich nach Anmeldung der infrage kommenden Schülerinnen und Schüler den Bedarf an Plätzen zur Schulpflichterfüllung abzuschätzen und Kontakt mit den Werkstätten aufzunehmen. Kriterium für die Zuweisung von Schülerinnen und Schülern ist der besondere sozialpädagogische Förderbedarf, nicht ein Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung.

Dabei handelt es sich um Schülerinnen und Schüler, die durch schulische Arbeitsformen nicht oder nur schwer ansprechbar sind und aufgrund sozialer und individueller Benachteiligung im besonderen Maße einer sozialpädagogischen Förderung bedürfen (z. B. Schulverweigerer, demotivierte, schulmüde Jugendliche). Mangelhafte/ungenügende Leistungen, ein Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung oder Wohnortnähe sind keine Gründe, die zu einer Aufnahme in eine Jugendwerkstatt führen.
 
Beteilgt sind:
  • abgebende Schule,
  • aufnehmende Schulen,
  • Jugendwerkstatt,
  • Sorgeberechtigte und ggf.
  • Jugendamt,
  • PACE (Pro-Aktiv-Center),
  • JBA (Jugendberufsagentur),
  • Agentur für Arbeit,
  • u. a.

Aufnahmeausschuss

Im Einzugsbereich der für die Erfüllung der Schulpflicht vorgesehenen Jugendwerkstätten empfiehlt es sich, an den berufsbildenden Schulen Aufnahmeausschüsse zu bilden. Diese Ausschüsse können z. B. mit Vertreterinnen/Vertretern aus folgenden Bereichen besetzt werden:

  • Sekundarbereich I,
  • Sekundarbereich II (Berufsbildende Schule),
  • Jugendwerkstatt,
  • Jugendamt,
  • PACE (Pro-Aktiv-Center) und
  • JBA (Jugendberufsagentur), Agentur für Arbeit.

Verantwortung

Mit der Entscheidung über eine Aufnahme der Jugendlichen in die Jugendwerkstatt geht die Verantwortung für die Umsetzung der Maßnahme auf die Jugendwerkstatt über. Somit sind sie nicht mehr Schülerin bzw. Schüler der berufsbildenden Schule und sind statistisch nicht mehr wirksam.

 

Umsetzungsbeispiel

Schulpflichterfüllung nach § 69 Abs. 4 NSchG in der Jugendwerkstatt am Beispiel vom Berufsschulzentrum am Westerberg Osnabrück

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